Die Einzementierung der patriarchalen Lüge – Teil 2/2: In der queeren Szene oder: Das Patriarchat ist tot. Es lebe das Patriarchat!

An wen richtet sich der Artikel?

Welche Orientierungen, sozialen Rollen, oder Geschlechter der Artikel anspricht
Sexuelle Orientierung(en): homosexuell, homosexuell lebend wenn bisexuell
Romantische Orientierung(en): lesbisch, schwul, homoamor lebend wenn biamor
Geschlecht(er): alle
Wer ist mit Frau und Mann gemeint?
  • Frau steht für Mensch mit Vulva, überwiegend in der Rolle “Frau”,
  • Mann steht für Mensch mit Penis, überwiegend in der Rolle “Mann”
Erweiterbar auf:
  • Mensch in der Rolle “Frau” wünscht sich Sex mit einem weiteren Menschen in der Rolle “Frau”,
  • Mensch in der Rolle “Mann” wünscht sich Sex mit einem weiteren Menschen in der Rolle “Mann”,
  • alle sexuellen und romantischen Orientierungen.

Diverse alternative Szenen auf der ganzen Welt, z. B. die linkspolitische oder queere Szene, behaupten gerne, das Patriarchat erfolgreich zu bekämpfen. Nachdem ich drei Jahre lang Feldforschung in der queeren Szene betrieben habe, kann ich zwar bestätigen, dass es tatsächlich einige vielversprechende Konzepte gibt, die die patriarchale Struktur zumindest aufweichen. Doch die Idee, das Patriarchat innerhalb der Szene erfolgreich zu bekämpfen, ist ganz einfach falsch.

Die sozialen Rollen “Frau” und “Mann” sind genauso wie im Hetero-Mainstream präsent. Dabei hat die sexuelle Orientierung mit der sozialen Rolle gar nichts zu tun: So kann eine lesbische genauso wie eine Hetero-Frau verhaltensgleich die Rolle “Frau” einnehmen, lediglich die erotischen und amoren Wünsche sind an ein anderes Geschlecht gerichtet.

In der Lesben- oder FLINT-Szene

In der Lesben-Szene nehmen meistens lesbische (= homoamore) oder biamore Frauen die Rolle “Frau” ein. Ein biamorer Trans-Mann, eine lesbische Trans-Frau oder ein lesbisch-homoamores weiteres Geschlecht können sich aber genauso in der Rolle “Frau” verhalten.

In der Rolle “Frau” unterdrücken diese Menschen ihr Bedürfnis nach der Ebene Lust, da Sex ja nur in Kombination mit der Ebene Liebe erlaubt ist.

Die Ebene Lust ist allerdings die direkte Standleitung zur eigenen Lebensenergie. Die Unterdrückung dieser führt dann zu FLINT-Umgebungen, in denen viele passive Frauen herumstehen und keine großartige soziale Interaktion zustande kommt. Die einzige Ausnahme bilden bestehende Pärchen, die zumindest untereinander eine aktive Ebene Lust haben.

Das Bedürfnis nach der Ebene Lust mit verschiedenen Menschen zu unterdrücken bleibt allerdings niemals ohne Konsequenzen.

So hat sich in fast allen Lesbenszenen der westlichen Gesellschaft ein typisches unbewusstes Verhaltensmuster herausgebildet: Da die Rolle “Frau” Sex nur in einer Verliebtheit oder Liebesbeziehung zulässt – und das auf beiden Seiten! – sind unter Frauen und weiteren Geschlechtern in der queeren Szene sekundärmotivierte Verliebtheiten so weit verbreitet, dass es viele Kurzzeitbeziehungen, extreme serielle Monogamie und damit verbundenes Drama gibt. Dieses Verhalten tritt so häufig auf, dass es in Lesbenszenen bereits ein Klischee darstellt, und Menschen als der Szene zugehörig kennzeichnet, wenn sie darüber Witze machen.

Ein anderer Weg ist der folgende: Sexuelle Anbahnung zum Spaß wird im Hetero-Mainstream meistens von Hetero-Männern in der Rolle “Mann” erfüllt, was unter mehrheitlich Lesben und Schwulen natürlich ausbleibt. Also rutschen anwesende Frauen in diese Rolle: Dykes oder Butches betreiben im Vergleich zur Umgebung oft aktiv sexuelle Anbahnung. Durch Vorspielen der Ebene Liebe “knacken” sie die Unterdrückung der sexuellen Bedürfnisse des Gegenübers in der Rolle “Frau” und können so ihre Ebene Lust ausleben.

Da sie sich aber in der Rolle “Mann” befinden, unterdrücken sie ihrerseits ihre eigene Ebene Liebe. Das dämpft die Fähigkeit, Empathie gegenüber Mitmenschen und deren Gefühlen zu empfinden. Damit fällt es leichter, eine “Traumprinz(essin)”-Maske aufzusetzen. Ein passendes Beispiel dafür ist der Charakter “Shane” in der Serie “The L Word”. Um Sex zu haben, sagt sie genau das, was ihr Gegenüber in der Rolle “Frau” hören will. Meistens macht sie sogar gar nichts, und verneint Wünsche, die ihr Gegenüber an sie richtet, einfach nicht. Erst später im Handlungsverlauf stellt sich heraus, dass sie nichts davon wollte, sondern es einfach passieren ließ, solange sie damit im Vorteil war.

Hier möchte ich betonen, dass selbstverständlich nicht alle Dykes oder Butches so tief in der Rolle “Mann” gefangen sind, dass sie ein Arschloch mit Traumprinz(essin)-Maske werden. Geschieht die Einnahme von beiden Rollen jedoch oft genug, um eine exponentielle Kettenreaktion in Gang zu setzen, kann auch in einer FLINT-Umgebung Rape Culture mit sexuellen Nötigungen und Übergriffen entstehen.

In der schwulen Szene

In der schwulen Szene hingegen herrscht ein konträres Bild: Die Rolle “Mann” wird dort meistens von schwulen (= homoamoren) oder biamoren Männern angenommen. Ein biamorer Trans-Mann oder ein schwul-homoamores weiteres Geschlecht kann sich aber genauso in der Rolle “Mann” verhalten.

Diese Menschen lassen dann ihr sexuelles Bedürfnis der Ebene Lust durch; ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Liebe auf der Ebene Liebe hingegen unterdrücken sie vor sich selbst und vor anderen. Dadurch entsteht ein sexuell recht offener Raum, in dem Berichte über One-Night-Stands, sexuelle Anbahnungen, Anspielungen oder Scherze mit genitalem Inhalt zum Small Talk gehören. Hat die Mehrheit der Gruppe enthemmende Drogen konsumiert (z. B. Alkohol), tritt dieses Verhalten noch deutlicher auf.

In Beziehung lebende Menschen begegnen dieser sexuellen Offenheit und Promiskuität allerdings mit Distanziertheit und Skepsis. Sind sie als Pärchen unterwegs, halten sie bewusst Abstand und sind eher aufeinander als auf die Gemeinschaft konzentriert. Die Singles beklagen indessen, dass es so schwer ist, einen geeigneten Partner für eine Liebesbeziehung zu finden, oder eine Liebesbeziehung längerfristig stabil zu halten. Gemeinsames Schauen von Online-Dating-Seiten und Besprechen der jeweiligen (gescheiterten) Beziehungserfahrungen inbegriffen.

Das sind direkte Folgen der Unterdrückung der Ebene Liebe: Wenn in einer Liebesbeziehung beide Seiten ihre Ebene Liebe unterdrücken, gibt es keine Verbindungsmöglichkeit zwischen den Gefühlsebenen, die für eine erfolgreiche Liebesbeziehung zwingend notwendig ist.

Einige Schwule oder Bi-Männer, insbesondere wenn diese als “weiblich” besetzte Persönlichkeitsanteile ausleben wollen, werden durch das Überangebot der Rolle “Mann” in die Rolle “Frau” gedrängt. Dann lehnen sie die sexuellen Anspielungen der Gegenüber pikiert ab. Dadurch geraten sie zusätzlich in die Rolle des “Spielverderbers” und ziehen negative Aufmerksamkeit von bestimmten Menschen in der Rolle “Mann” auf sich. Diese haben eine eingeschränkte Wahrnehmung von Fairness gegenüber Mitmenschen und erkennen daher die nonverbalen Signale nicht, die die Grenze zwischen Anbahnung und Übergriffigkeit markieren – oder ignorieren solche Signale sogar bewusst. Dieses Verhalten ist dann eine Form von Rape Culture.

Im Marketing:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die queere Szene demnach kein Ort ist, an dem das Patriarchat überwunden wurde, sondern sogar ein besonders genauer Filter. Er kommt durch die stärkere Geschlechtertrennung als im Hetero-Mainstream zustande und erlaubt einen guten Blick auf die Anwendung der patriarchalen Lüge:

Die FLINT-Szene auf der einen Seite verstärkt die Verhaltensweisen der Rolle “Frau” bis ins Absurde, die schwule Szene auf der anderen Seute tut dasselbe mit den Verhaltensweisen der Rolle “Mann”.

Ein interessantes Beispiel dafür sind die Empfehlungen zur LGBT-Kultur Wiens des Unternehmens Wien-Tourismus. So wird für Lesben und Bi-Frauen eine Liste an Cafés und Clubbings angeboten. Die typischen Tätigkeiten dort sind: Miteinander reden, Netzwerken für die queere Szene, Lesen (wenn das Café Bücher hat) und auf Clubbings Tanzen. Für Schwule und Bi-Männer hingegen gibt es eine eigene Liste an Schwulensaunas: Die typischen Tätigkeiten dort sind: Swingen (= Sex zum Spaß) und Thermenbesuch. Zitat eines Schwulen darüber zu mir: “Wenn du dort eine Frau für Sex zum Spaß suchst, musst du sie dir mitbringen!”

Warum gibt es keine “Lesbensauna”, wo ausschließlich Frauen und andere Menschen mit Vulva miteinander geilen Sex zum Spaß haben können? Und kein nettes Büchercafé für ausschließlich Schwule, wo diese in Ruhe sitzen, miteinander reden, netzwerken und lesen können?

Genau: Weil die patriarchale Lüge aktiv ist. Frauen wollen schließlich nur Freundschaft und Liebe und Männer nur Sex.

Rape Culture – Teil 3/3: Auf Kontaktbörsen im Internet

Auf Kontaktbörsen wie Dating- oder Swinger-Websites zeigt sich Rape Culture in belästigenden (= ein “Nein” ignorierenden) Kontaktaufnahmen und Nachrichten. Wieder sind die Täter_innen Menschen in der Rolle “Mann”, die allem, was weiblich genug erscheint, die Rolle “Frau” aufprojizieren, egal ob der angesprochene Mensch diese Rolle tatsächlich eingenommen hat. Meistens schlüpfen auch hier wieder Männer in die Rolle “Mann” und Frauen in die Rolle “Frau”. Die meisten Trans-Menschen und weiteren Geschlechter nehmen je nach ihrer sozialen Prägung und Lebensgeschichte ebenfalls eine der beiden Rollen ein.

Um diese Reaktionen zu erfahren, reicht es aus, sich als Frau, oder weiblich auf einer Online-Kontaktbörse oder Online-Dating-Webseite zu registrieren. Es muss nicht einmal ein Foto hochgeladen sein oder ein einziges Wort im Profil stehen.

Ist eine Frau grundsätzlich an Hetero-Kontaktaufnahmen interessiert, und passieren diese in einer freundlichen oder höflichen Form – kein Problem, darauf beziehe ich mich nicht. Mein Erleben stammt davon, dass ich einige Jahre lang über das Internet Frauen kennenlernen wollte, die mein bisexuelles oder biamores Interesse erwidern würden. Unter Kontaktbörsen für Frau sucht Frau habe ich einige Webseiten aufgelistet, die dafür gut geeignet sind.

Nun wollte ich im Internet keine Männer für mein Hetero-Interesse kennenlernen – das erledigte sich im Alltag des Hetero-Mainstreams – und gab das auf jedem meiner Internetprofile an: Frau sucht Frau, Frau sucht lesbisch/bi, lesbisches Interesse, usw. Worauf mich sehr oft Männer anschrieben. Das ist an und für sich kein Problem, es passiert ja, dass jemand nicht genau liest, gerade im Internet. Ein Übergriff und somit Rape Culture wird es in dem Moment, wenn ein “Nein” oder ein Ignorieren der Kontaktaufnahme vom anschreibenden Mann nicht akzeptiert wird.

Am Anfang antwortete ich noch höflich mit “Kein Interesse, lies bitte mein Profil”. Daraufhin wurde meine Absage aber nicht akzeptiert, im Gegenteil, es ging in 90% der Fälle das gleiche Gespräch los:

Nachfolgend gebe ich die häufigsten Antworten auf mein “Nein” von ignoranten, unfairen Männern wieder. Als Kommentar steht eine Auswahl meiner Gedanken, die ich beim Lesen derartiger Nachrichten hatte.

“Warum willst du keine Männer? Hast du schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht?”

Ja, zum Beispiel jetzt gerade mit dir. Und vor fünf Minuten mit dem Kerl, der mir die gleiche Frage gestellt hat.

“Aber möchtest du MICH nicht kennenlernen?”

Hast du eine Muschi? Und Brüste? Und bist du eine Frau? Nein? Dann halt die Klappe.

“Wir könnten doch einfach nur reden und uns besser kennenlernen…”

Du bist auf einer Webseite registriert, wo es vorrangig darum geht, Resonanzmenschen für Sex zu finden. Du willst nicht mit mir reden. Glaub mir.

(einige Zeit nach einer Absage)
“Du antwortest nicht mehr, hast du das Interesse verloren?”

Nein, ich hatte nie Interesse an dir, du Pfosten! Ein Profil oder einen Nachrichtenverlauf wirst du ja noch lesen können, oder kannst du das auch nicht?

Und wie ich bereits in Was ist Rape Culture und was sind ihre Ursachen? beschrieben habe, schreckten mich die vielen belästigenden Nachrichten so sehr ab, dass ich begann, alle Nachrichten, die nicht von meiner Zielgruppe gesendet wurden, zu ignorieren, und von Männern auf Kontaktbörsen ganz grundsätzlich als “feindliches Lager” auszugehen.

Und was kann ich gegen Rape Culture auf Kontaktbörsen tun?

Hier ist es einfacher, Grenzen zu ziehen, als in der Öffentlichkeit.

Belästigende User_innen kannst du einfach auf die Ignore-Liste oder Blockier-Liste setzen, die jede vernünftige Kontaktbörse registrierten User_innen bereitstellt. Je nach Webseite kann dich dann der gesperrte User entweder nicht mehr kontaktieren, oder sogar deine ganze Anwesenheit nicht mehr wahrnehmen, da er dein Profil nicht mehr findet.

Solltest du es mit jemandem zu tun haben, der sich daraufhin immer neue Profile erstellt und dich trotz deiner Absagen oder Nicht-Reaktionen nochmals anschreibt, melde den User mit der Begründung Belästigung den Admin_as der Webseite.

Ich würde empfehlen, auch User zu melden, von denen du mehrmals einen wortgleichen Text erhältst. Hier liegt zwar keine akute persönliche Belästigung vor (wie 1x im Monat derselbe doofe Text als Nachricht), aber du reduzierst damit das Belästigungspotential gegenüber anderen User_innen, da solche Menschen zwar keine Arschlöcher, aber zumindest Idioten sind.

Hat jemand Daten von dir (Name, Adresse, Kreditkartennummer) oder kennt dich als reale Person, und nutzt das Internet, um dir immer wieder belästigende Nachrichten oder Bedrohungen zu senden, speichere den Verlauf in eine Datei und geh damit zur Polizei. Dieser Tatbestand fällt unter “Stalking” mit eindeutiger gesetzlicher Regelung und kann daher angezeigt werden.

Ein einfacher Trick, um belästigende Anschreiben zu reduzieren, ist hingegen folgender:

Auf dem Portal Websingles.at habe ich unter meine Profilangaben folgende (erfundene) Aussage gemischt:

Liebe Männer: Hetero-Männer finde ich fad, sry Jungs! Bi- oder bi-neugierige Männer – schreibt mich an, das könnte spannend werden 😉

Über Nacht fiel die Quote der belästigenden Nachrichten daraufhin von 1-2x/Tag auf 4x/Jahr. Der Beweis: Arschlöcher im Internet lesen tatsächlich Profile! Sie entscheiden sich offenbar dann nur dagegen, den Inhalt relevant zu finden.

Ich weiß keine eindeutige Erklärung dafür, vermute aber, dass Männer, die gegenüber Frauen homophob sind (= die Angabe “lesbisch” oder “Frau sucht Frau” nicht ernst nehmen), auch gegenüber Männern und somit sich selbst homophob sind. Mich anzuschreiben, würde sie dann als bisexuell kennzeichnen, und, wuaaah, das geht gar nicht, denn echte Männer stehen ja bekanntlich niemals auf andere Männer…

Kontaktbörsen für Frau sucht Frau

Über das Internet Kontakte für Sex zum Spaß oder Beziehungsanbahnung anzustreben, ist für die meisten Menschen mittlerweile Standard.

In den Jahren, in denen ich als Single gelebt habe und Beziehungsanbahnung mit Frauen und Männern noch ein Thema für mich war, fand ich es erstaunlich, wie einfach es war, meiner heteroamoren Neigung zu folgen und Männer kennenzulernen. Frauen, die meine lesbische Neigung erwidert hätten, waren hingegen im Hetero-Mainstream schwer zu finden.

Bezüglich Sex zum Spaß bot sich das gleiche Bild: Heterosexuelle Gelegenheiten waren fast immer vorhanden; eine Frau zu finden, die ebenso an gleichgeschlechtlichem Sex zum Spaß interessiert war, passierte jedoch sehr selten.

Da ich relativ “am Land” aufgewachsen bin, war es aufgrund der eingeschränkten Mobilität (im Vergleich zur Großstadt Wien) umständlich, in Kontakt mit einer lokalen queeren Szene zu treten, oder diesen zu halten. Also versuchte ich mein Glück im Internet und den diversen Kontaktbörsen dort. Meine Suche nach gleichgeschlechtlichen Kontakten in Österreich gestaltete sich ob der Omnipräsenz von Hetero-Kontaktbörsen jedoch als schwierig. Außerdem sind die meisten Seiten auf Deutschland ausgerichtet, weswegen mögliche lokale Kontakte eher untergehen.

Dennoch ist aus diesem vergangenen Interesse die folgende Liste an Internetseiten entstanden. Ich habe sie nach und nach durch gezielte Recherche oder private Hinweise zusammengetragen. Diese Webseiten bieten, im Gegensatz zu vielen Hetero-Kontaktbörsen, die das nicht oder nur ungenügend tun, einen Fokus auf das Kontakteknüpfen zwischen Frauen (und weiteren Geschlechtern), die lesbischen Sex/bisexuelle Erlebnisse oder lesbische/biamore Beziehungsanbahnung suchen.

Ich habe diese Seiten bewertet und die meiner Meinung nach Vor- und Nachteile aufgelistet. Durch einen Klick auf “Bewertung” wirst du zu dem entsprechenden Artikel weitergeleitet.

Mit der Kategorie “Belästigende Nachrichten” sind Nachrichten von Hetero-Männern gemeint, die trotz der expliziten Angabe, dass nur Kontaktaufnahme von Frauen gewünscht ist, ihr Glück versuchen. Meistens akzeptieren diese dann kein “Nein” oder “Kein Interesse”, und schreiben mit oder ohne Antwort immer wieder Nachrichten (= eine Ausprägung von Rape Culture im Internet).

Ich empfehle dafür die Blockier-Funktion, die alle diese Webseiten für registrierte User_innen anbieten. Solltest du auf so einer Webseite auch männlichen Hetero-Kontakten offen sein, und diesbezügliche (nicht belästigende) Anfragen bekommen, kannst du die Angabe in der Tabelle getrost beiseite lassen.

Catflirt.at Bewertung
Gofeminin.de Bewertung
Joyclub.de Bewertung
Lesarion.de Bewertung
Rainbow.at Bewertung
Secret.at Bewertung
Das Forum von Woman-4-Woman Bewertung
Websingles.at

Hier sind die erwähnten Kontaktbörsen nach den – meiner Meinung nach – wichtigsten Eigenschaften sortiert:

Mitglieder aus Österreich Sortierung nach Alter und Wohnort Mail-Benachrichtigung bei neuer Nachricht Belästigende Nachrichten
Catflirt.at Einige Ja Ja Häufig
Gofeminin.de Viele aus Wien, sonst wenige Ja, aber nicht nach Bundesland Ja Nur zu später Stunde
Joyclub.de Viele Ja Nein Selten
Lesarion.de Viele Ja Ja Selten (von Frauen)
Rainbow.at Viele Ja Nein Selten
Secret.at Wenige Ja Ja Selten
Websingles.at Viele Ja Ja Häufig
Das Forum von Woman-4-Woman Wenige Nein Nein Nie

Da ich auf den aufgelisteten Seiten nicht mehr registriert bin, wird dieser Beitrag nicht mehr aktualisiert. Falls du erwähnenswerte Änderungen auf einer der verlinkten Seiten bemerken solltest, kannst du mich gerne in einem Kommentar darüber informieren – ich ergänze den Text dann um deinen Hinweis.